Montag, 15. Oktober 2012

Meine Geschichte.


Meine Eltern trennten sich von einander als ich 2 Monate alt war.
Als ich noch kleiner war versprach mir mein Vater immer, mich abzuholen und ich freut mich jedes Mal. Ich packte meinen Koffer, stellte ihn vor die Tür, setzte mich drauf und wartete mit einem Lächeln auf dem Gesicht  auf meinen Daddy. Irgendwann, nach langem Warten nahm mich meine Mama in den Arm und erklärte mir, dass er nicht mehr kommen wird. Jedes Mal versprach er mir und meiner Schwester wieder, uns abzuholen doch so gut wie nie kam er wirklich. Irgendwann warteten wir nicht mehr mit einem Lächeln sondern mit dem Wissen in den Augen. Nach einer Zeit, als ich ca. 5 Jahre alt war, warteten wir nicht mehr. Er muss wohl gemerkt haben, dass wir ihm nicht vertrauten und er holte uns immer öfter ab. Doch ich fühlte mich dort nicht wohl. Es war wie bei Fremden.. Ich bekam chronische Bauchschmerzen und rief meine Mama an, die mich sofort mit dem Auto abholte. Ich wollte dort nicht mehr hin. Dieser Mann war mein Erzeuger aber nicht mein Vater. Jedes Mal, wenn ich da war spielte er mit meiner Schwester und seiner neuen Frau. Ich saß daneben und spielte so zu sagen den Diener. Beleidigungen und Demütigungen kamen auf mich zu. Nach einer Zeit ging ich dort nicht mehr hin. Wir hatten keinen Kontakt mehr miteinander. Jedoch hatte ich immer diese Leere in mir. Es fehlte etwas in meinem Leben. Mein Papa.
Da ich noch sehr klein war weiß ich nicht mehr all zu viel. Als ich mit 10 in die Weiterführende-Schule kam und ich meinen Besten Freund kennen lernte hatte ich viele Freunde und Lebensfreude. Mein Bester Freund hieß Moritz. Er war 3 Jahre lang mein bester Freund und dann ein Jahr mein "Fast-Fester-Freund". Während unserer Fast-Beziehung hat er mich sehr oft verletzt und mich fallen gelassen. Jedoch habe ich so an ihm gehangen, dass ich das alles nicht wahr haben wollte. Ich fing an mich selbst zu verletzen und immer weniger zu essen. Ich hatte das Gefühl ich wäre nicht gut genug und er würde mich deshalb so schlecht behandeln. Ich fing an mich zu schneiden und zu erbrechen. Ich rutschte ungewollt in eine Essstörung mit Selbstverletzung hinein. Im Dezember 2011 kam ich in eine Klinik. Dort war ich 3 Monate lang. Es wurden viele alte Geschichte aufgewühlt und es gab positive und negative Dinge. Mittlerweile habe ich ein gutes Verhältnis zu meinem Vater und so gut wie keinen Kontakt mehr zu Moritz. Er hatte mich verlassen als er das mit dem Schneiden und Erbrechen mitbekam. Ich habe so gut wie alle Freunde verloren. Doch ich habe meine Freunde aus der Klinik. Meine zweite Familie! Die Einzigen, die mich noch verstehen und zu mir halten.

Das ist meine Geschichte.. zusammengefasst. 

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