Ich wachte auf, ging ins Bad und schwankte hin und her, als wäre ich betrunken. Ich hielt mich an dem Waschbecken fest, als meine Beine mich kurz nicht mehr tragen konnten. Meine Mama sollte nichts merken. Ich versuchte mich auf den Beinen zu halten und machte mich fertig. Dann ging ich in mein Zimmer, legte mich in mein Bett und versuchte, komischerweise, mit mir selbst zu reden und meinen Beinen zu sagen, dass sie verdammt noch mal nicht so schwach sein sollen. Als ich nach unten ging, konzentrierte ich mich auf die Stufen, dass ich auch ja keine übersehe und wohl möglich noch falle. Unten fragte meine Oma, was mit mir los sei, da ich anscheinend mal wieder sehr blass war. Sie sagte, dass mir nur etwas schwindelig sei, sonst nichts. Doch mir war auch verdammt übel. Wie auch immer, ich nahm meine Tabletten und trank einen Schluck Kaffee. Als ich aus der Haustür ging, sah ich plötzlich alles drei mal. Ich lief gegen eine Mülltonne, da ich nicht genau wusste, welches die Echte war. Dann ging ich über die Straße. Ich schaute nicht, ob ein Auto kam und schwubbs, hupte ein Auto. Es hätte mich beinahe angefahren. Ich fing an zu weinen. Völlig aufgelöst kam ich zur Bushaltestelle. Heute setzte ich mich allerdings nicht zu Madeleine, einer alten Freundin, die mich immer vollredet, sondern stellte mich ein bisschen abseits, da ich niemanden sehen wollte. In der Schule fing ich an zu weinen. Kaddi kam und fragte, was los sei. Sie musste allerdings wieder weg, da sie noch zu einer Freundin gehen musste, um irgendwas mit ihr zu besprechen. Als es zur ersten Stunde klingelte, ging ich nach oben. Leider konnte ich nichts erkennen, was von gestern noch an der Tafel stand. Annika und ich gingen zu meiner Englischlehrerin. Sie ist eine unserer Vertrauenslehrer an der Schule. Sie meinte, wir sollen etwas zu Essen kaufen, was ich hingegen gar nicht wollte. Essen ist scheiße! Ich habe in letzter Zeit selten etwas in mir behalten. Abgenommen habe ich trotzdem nicht viel. Denke ich, denn auf der Waage war ich auch nicht. Annika zwang mich dazu, einmal von dem Snickers ab zu beißen, welches sie mir aus dem Automaten geholt hatte. Ich sagte immer wieder, dass ich das nicht will doch letzt endlich musste ich einmal abbeißen. Ich fing direkt an zu weinen, denn Schokolade und Karamell haben viele Kalorien. Ich wollte das nicht in mir behalten doch ich kann ja schlecht in der Schule kotzen gehen. Wir gingen wieder in den Unterricht. Viel bekam ich jedoch nicht mit. Am Montag in der zweiten Stunde habe ich ein Gespräch mit meiner Englischlehrerin. In Musik passte ich auch nicht viel auf, denn gesehen habe ich immer noch nicht richtig gut. Danach war Pause. Ich hängte mich an Kathrin, da meine Beine mal wieder schwach wurden. Als es klingelte, ging ich zum Kunstraum. Hinein schaffte ich es aber nicht mehr. Ich brach zusammen. Ich fiel nicht hin aber ich sackte zusammen. Annika ging sofort mit mir ins Sekreteriat. Meine Oma konnte jedoch erst nach einer Stunde kommen. Also ging ich, wenn man das gehen nennen kann, mit Annika in den Kunstraum. Ich saß nur da. Sonst tat ich nichts. Als mein Handy klingelte ging ich, wieder mit Annika, zum Auto meiner Oma. Oma und ich fuhren zur Apotheke und holten "Kreislaufaufbautropfen". Die muss ich jetzt drei mal am Tag mit einem Teelöffel voll Zucker nehmen. Richtig widerlich, aber na ja, wenn's hilft.. Um halb 6 war ich mit Denise im Kino, obwohl mir noch immer nicht richtig wohl war. Der Film war der Wahnsinn. Breaking Dawn - Teil 2. Ich musste heute Mittag essen. Und ich habe nicht gekotzt. Fortschritt! Im Kino hab ich noch ein paar Chips gegessen. so 4-5.. weiß nicht mehr genau. Nun bin ich zu Hause und bin ziemlich fertig, da mir immer noch etwas schwindelig ist.
Ich denke, das war's dann wieder.
Tränen wegwischen, tief einatmen, Lächeln aufsetzen, in die Welt hinausgehen und weiterkämpfen. Denn das schönste Lächeln haben immer die, die am allermeisten gelitten haben!
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